Herbstblues adé: Essen zum Wohlfühlen

Eine kleine Einführung in die ayurvedische Küche

Der Herbst steht nicht mehr nur vor der Tür, er hat sie sogar schon weit aufgerissen und grüßt uns mit bunten Blättern und goldenem Licht, aber auch kalten Winden und kürzeren Tagen. Nach einem Sommer voll Sonne kann es da schon mal passieren, dass uns ein kleiner Herbstblues einen Besuch abstattet. Was dagegen hilft? Zeit mit lieben Freunden und Familie, eine kuschelige Decke, eine Tasse dampfender Kakao und unser Lieblingsessen natürlich, davon sind wir Foodies absolut überzeugt. Im Herbst sind es vor allem wärmende Wohlfühl-Gerichte, die unseren Körper und unsere Seele so richtig gut tun und von denen wir gar nicht genug bekommen können.

Es gibt tatsächlich eine Heilkunst, die sich genau damit beschäftigt, wie sich einzelne Nahrungsmittel und ihre Zutaten auf unser geistiges und körperliches Wohlbefinden auswirken. Die Meister dieser Lehre namens „Ayurveda“ finden wir in Indien, wo Ernährung schon seit Jahrtausenden als sehr wichtige Basis für unsere körperliche und seelische Gesundheit betrachtet wird.

Herbstblues adé: Essen zum Wohlfühlen

Was ist Ayurveda?

Der Begriff „Ayurveda“ steht für das „Wissen vom Leben“1. Das „Leben“, also die ganze Welt um uns herum und wir selbst, besteht in Ayurveda aus fünf Elementen: Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther. Jedes Element steht hierbei für bestimmte Eigenschaften: Feuer für Energie und Wärme, Wasser für Flüssiges und Feuchtes, Erde für Festes und Schweres, Luft für Leichtes und Bewegendes, Äther für Hohlräume. Wenn diese Elemente im Einklang sind, geht es uns gut. Fühlen wir uns körperlich oder mental nicht zu 100% fit, dann sind wir nicht im Gleichgewicht. Wer sich ayurvedisch ernährt, achtet darauf seine Mahlzeiten so auszuwählen, dass die Elemente im eigenen Körper wieder ins Gleichgewicht kommen. Zu Ayurveda zählt natürlich noch viel mehr wie zum Beispiel Yoga, Körperpflege oder unser Verhalten im Alltag. Unsere Ernährung macht jedoch einen wichtigen Teil aus und auch wenn ihr euch weiter nicht für Ayurveda interessiert, gibt es einige praktische Weisheiten, die man im Alltag ganz einfach mal ausprobieren kann.

Ayurveda im Herbst und Winter

Eigentlich geht es bei Ayurveda um eine sehr individuelle Ernährungs- und Lebensweise. Das bedeutet, dass die Zubereitung der Mahlzeiten, die Auswahl der Zutaten und Gewürze und so weiter auf unsere persönlichen Eigenschaften und unseren Körpertyp zugeschnitten werden. Es gibt aber ein paar Tipps und Tricks, die für uns alle jederzeit funktionieren, und ein paar, die uns besonders im Herbst und Winter gut tun.

Allgemeingültige ayurvedische Ernährungs-Weisheiten2:

  • Iss nur dann, wenn du wirklich Hunger hast (weil uns immer und überall Essen zur Verfügung steht passiert es uns leider oft, dass wir nur aus Appetit essen)
  • Iss dich nicht komplett satt (auch wenn es schwerfällt, du wirst dich nach dem Essen belebter fühlen)
  • Iss deine größte Mahlzeit mittags (versuch, dir die Zeit und Ruhe im Alltag zu nehmen, um dein Mittagessen bewusst und mit allen Sinnen zu genießen)
  • Integriere jede sechs Geschmacksrichtungen in jede Mahlzeit (süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb)
  • Vermeide Zwischenmahlzeiten (oder versuche zumindest einen Abstand von drei Stunden zwischen den einzelnen Mahlzeiten zu bewahren)
  • Trink vor allem Wasser und Kräutertees (das stärkt den Körper)

Ayurveda zu kühleren Jahreszeiten zielt darauf ab, das kalte, windige und trockene Wetter durch wärmende und schwerere Ernährung auszugleichen3:

  • Gib dem Appetit auf gehaltvollere, nahrhafte Gerichte ruhig nach (Leckereien wie unser Rinderfilet mit Walnuss-Pesto-Füllung sind jetzt genau das Richtige. Da macht das Schlemmen und Genießen gleich doppelt so viel Spaß.)

Herbstblues adé: Essen zum Wohlfühlen

  • Bei leichteren Mahlzeiten wie Suppen empfiehlt es sich, etwas gutes Öl hinzuzugeben. (Hierfür schlagen wir Euch unsere schmackhafte Wurzelgemüsesuppe mit Rosmarin-Walnüssen. Die leckere Suppe erwärmt die Gemüter und passt perfekt zum ayurvedischen Denken.)
  • Trink viel warmen Tee. Auch grüner Tee oder Gewürztees tun uns zu dieser Jahreszeit gut (viel Wärme und Flüssigkeit von Innen gleichen die trockene Kälte des Herbstes aus).
  • Iss besonders regelmäßig (das besänftigt die windige Unruhe, die der Herbst mit sich bringt).
  • Iss Walnüsse! Im ayurvedischen Verständnis gelten die Nüsse als süß, nahrhaft, erwärmend und anregend4, was sie zum perfekten Soulfood in den kälteren Jahreszeiten macht.

Herbstblues adé: Essen zum Wohlfühlen

Für weitere Rezepte mit leckeren Walnüssen könnt ihr euch auf unserer Rezeptseite von walnuss.de inspirieren lassen und euch perfekt nach dem ayurvedischen Verständnis für den Herbst bekochen.

Was bist du denn für ein Typ?

Falls ihr das Thema Ayurveda spannend findet und noch ein bisschen tiefer einsteigen wollt macht es Sinn, dass ihr herausfindet, welcher ayurvedische Typ ihr seid. Ayurveda unterscheidet zwischen drei Haupttypen, genannt Doshas, namens Vata, Pitta und Kapha. Um zu erfahren, welche Konstitution auf euch zutrifft, geht ihr am besten zu einem ayurvedischen Arzt, aber für eine ungefähre Einschätzung könnt ihr auch erstmal einen Dosha-Test machen. Hier erfahrt ihr auch, was die einzelnen Typen ausmacht und was euch aus ayurvedischer Sicht gut tut. Zum Test geht es hier, viel Spaß!


1https://de.wikipedia.org/wiki/Ayurveda

2https://eatsmarter.de/ernaehrung/ernaehrungsarten/ayurvedische-ernaehrung

3https://www.euroved.com/magazin/ayurveda-tipps-herbst/

4http://pflanzen.ayursanita.com/i-m-pflanzen-des-ayurveda/juglans-regia-linn




1 Kommentar

Justin   -  13. November 2017 um 17:10 -- Antworten
Da bekommt mann jedesmal Hunger wenn ich diesen (Blog) lese


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Hallo & herzlich Willkommen auf dem #knacktastisch Blog der kalifornischen Walnüsse! Hier dreht sich alles rund um die Themen Food, Friends und Life & Style. Lasst Euch inspirieren!

 

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