Foodstyling-Tricks für zu Hause

9 Tipps für das perfekte Foto

Foodstyling-Tricks für zu Hause

Kuchen, Pasta oder das eigene Frühstück so fotografieren wie die Profis – das wünschen sich viele. Dabei ist eine teure Ausstattung mit Kamera und Licht gar nicht unbedingt notwendig, um selbstgekochte Gerichte perfekt in Szene zu setzen. Ich verrate euch heute neun Foodstyling-Tricks, wie ihr einfach und ohne großen Aufwand mit der Handykamera zu Hause tolle Food-Fotos schießen könnt. Viel Freude beim Stylen, Fotografieren – und hinterher: Genießen!

Foodstyling-Tricks vor dem Fotografieren:

1) Auf die Frische kommt es an: Frische und qualitativ hochwertige Lebensmittel wählen

Ich behaupte: Es gibt kein Rezept, das man nicht so stylen und fotografieren kann, dass es am Ende ansprechend aussieht. Ein einfacher brauner Schokoladenkuchen mag beim ersten Versuch vielleicht schwer zu fotografieren sein. Die Sache sieht aber schon ganz anders aus, wenn man ein Stück davon auf einem Teller mit weiteren

Zutaten aus dem Rezept dekoriert, zum Beispiel geraspelter Schokolade, Walnüssen, Kakaopulver.

Obst und Gemüse wirkt nur ansprechend, solange es frisch und prall aussieht; einer Scheibe Brot kann man ansehen, wie saftig bzw. alt sie ist; und alte Walnüsse werden ein Foto nicht so attraktiv aussehen lassen wie frischeNüsse. Mein Foodstyling-Trick Nummer 1 lautet deshalb: Bei der Auswahl der Lebensmittel auf Qualität und Vielfalt setzen!

Auf Qualität und Vielfalt setzen!

2) Ins rechte Licht rücken - Lichtverhältnisse klären

Überlegt euch vorher unbedingt, wie die Lichtverhältnisse im Bild sein sollen. Tageslicht ist das natürlichste Licht, wirft schöne leichte Schatten und ist besonders einfach in der Handhabung nach dem Fotografieren, also bei der Bildbearbeitung. Wem es im Winter an Licht in der heimischen Küche fehlt, kann Tageslichtglühbirnen in seine Lampen einsetzen!
Vorsicht ist geboten beim Fotografieren mit Deckenlicht: Da wirft das Handy oder die Kamera schnell fiese Schatten auf den Teller.

3) Mit Essen spielen – beim Foodstyling ausdrücklich erlaubt!

Ein bisschen Puderzucker hier, eine paar gehackte Walnüsse da. Man kann ein Rezept „zugänglicher“ machen, indem im Bild etwas passiert. Farben z. B. von frischen Kräutern, Obst und Gemüse bringen Leben ins Bild, ebenso wie die Zutaten, die sich in einem Rezept verstecken.
Beim Stylen und Fotografieren dürft ihr also endlich mal mit eurem Essen spielen – vorausgesetzt natürlich, ihr macht euch nach getanem Werk über euer Essen her und schnabuliert auch die gesamte (essbare) Dekoration gleich mit!

4) Farbspiel - Untergrund, Geschirr und Deko aufeinander abstimmen

Farben und Materialien können zueinander passen – oder eben nicht. Zu warmen Holztönen als Untergrund, zum Beispiel einem Tisch, passen auch warme Farben für Geschirr, Servietten oder Tischläufer. Kalte Stein- und Marmoruntergründe hingegen sehen toll aus mit passenden kalten Farben wie rot, grün oder blau.

Generell ist mein Foodstyling-Tipp: Ruhig Mut zur Farbe wagen! Gerade Stoffe, wirken toll, wenn sie entweder eine Farbe des Gerichts aufgreifen, oder der einzige Farbkleks im Bild sind. Zum Beispiel kann eine rote Serviette wunderbar mit den roten Äpfeln eines Apfel-Walnuss-Kuchen kombiniert werden oder als Farbkleks auf einem Holztisch mit grauem Geschirr und einem zu fotografierenden Stück bräunlichem Nusskuchen liegen. Stoffe und Geschirr bringen Farbe und dadurch Leben ins Spiel!

Foodstyling-Tricks während dem Fotografieren:

5) Die magischen Drei: über die richtige Anordnung im Bild

Nach Möglichkeit sollte man versuchen, immer drei Elemente (nicht eins oder zwei) in einem Foto zu platzieren. Nummer 1 der Teller mit dem Gericht, Nummer 2eine Schale mit gehackten Walnüssen und Nummer 3 eine Tasse Kaffee. Das Gericht alleine wirkt sonst sehr isoliert und unlebendig; bei zwei Elementen bleibt viel Raum leer, deshalb ist die Zauberzahl der Foodstyling-Tricks: drei!

Die Zauberzahl der Foodstyling-Tricks: drei!

6) Hoch ist nicht gleich quer

Wer ein Gericht für ein Foto im Hochformat stylt, braucht ein anderes Settingals jemand, der ein Querformat schießen will. Mein Foodstyling-Trick ist deshalb: immer wieder durch die Linse schauen. Durch die Linse wirken die Elemente immer noch mal anders, denkt man gar nicht. Sind alle Elemente im Bild? Gibt es einen „Hero“ (in der Regel das Gericht) der klar im Fokus steht? Fülle ich die Leerräume dahinter gut aus, beispielsweise durch Besteck?

7) Ausgetrickst: Wasser statt Glanzspray

Während Profifotografen allerhand Mittel zum Schummeln zur Verfügung stehen, u damit die Zutaten frisch aussehen, könnt ihr zu Hause einfach ein wenig Wasser auf euer Gericht sprühen oder mit einer Messerspitze oder einem Teelöffel kleine Tropfen verteilen. So wirken Obst und Gemüse wie frisch vom Marktstand, und auch ein fertiges Gericht sieht damit selbst nach bereits minutenlangem Fotografieren wieder wie frisch gekocht aus.

Foodstyling-Tricks nach dem Fotografieren: 

8) Fotobearbeitung: Nach der Arbeit ist vor der Arbeit

Kein Foto, das ihr je in einem Kochbuch oder in einer Essenszeitschrift gesehen habt – wage ich zu behaupten –, ist unbearbeitet. Profifotografen wählen zur Bildbearbeitung meist Adobe Photoshop; sehr viel einfacher – jedoch leider nicht kostenfrei – in der Handhabung ist Adobe Lightroom. Da reicht es für den Hobbyfotografen bereits aus, ein paar Regler hin- und herzuschieben, um zum Beispiel die Sättigung oder den Kontrast im Bild zu verstärken. Tipp: Um euren Bildern einen einheitlichen Stil zu verpassen – quasi euren eigenen Signaturlook, mit dem sich eure Bilder später auch in den sozialen Netzwerken von anderen Bildern unterscheiden lassen –, könnt ihr bei Lightroom eure Einstellungen speichern und bei Folgebearbeitungen als „Presets“ verwenden. Ihr legt damit über eure Bilder quasi einen eigens für euch erstellten Filter. Wer einen Mac besitzt und gerne ein kostenloses Programm verwenden möchte, kann „iPhoto“ nutzen. 
Wer seine Bilder am Handy bearbeiten will, für den ist die App „Snapseed“ (für iOS und Android, kostenlos) einen Test wert, -mit fertigen Filtern, die zur Verfügung stehen, sowie mit der Option, Bilder eigens zu bearbeiten.

Fotobearbeitung: Nach der Arbeit ist vor der Arbeit.

9) Sharing is caring: Mit Hashtags Bilder hervorheben

Es ist soweit: Ihr wart einkaufen, habt gekocht, gestylt, fotografiert, bearbeitet und hoffentlich auch euer Meisterwerk genüsslich gegessen! Was nun mit dem fertigen Bild tun? Die meisten von euch werden ihre Bilder wahrscheinlich in sozialen Netzwerken teilen wollen, zum Beispiel bei Instagram. Wer dort sein Profil auf „öffentlich“ stellt, erreicht mehr Klicks und Likes, wenn er entsprechende Hashtags verwendet. Ich persönlich schaue mir immer wieder die Hashtags an, die Food-Magazine und bekannte Foodblogger verwenden– und nutze diese auch für meine Bilder. Bedenkt dabei: Englischsprachige Hashtags machen eure Bilder sehr viel mehr Leuten in der Welt zugänglich als deutsche Hashtags. Probiert’s mal aus: #eeeeats #eatingfortheinsta #buzzfeast #onthetable …

Lea Lüdemann



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